Psychotherapie-Master: Aufnahmeverfahren 2026 und Vorbereitung auf die nächste Bewerbung
Was für das Aufnahmeverfahren 2026 belegt ist und was für spätere Bewerbungen neu geprüft werden muss. Studienplätze, Zugangsvoraussetzungen, Testaufbau und offizielle Informationsstellen.
Von Christian Glatz · Veröffentlicht: Juli 2026 · Aktualisiert: Oktober 2026

Das erste gemeinsame Aufnahmeverfahren für den Psychotherapie-Master an öffentlichen Universitäten fand 2026 statt. Wer sich für einen nächsten Durchgang interessiert, braucht vor allem drei verlässliche Informationen: Wird die eigene Vorbildung anerkannt, welche Fristen gelten und welche Unterlagen bilden den Prüfungsstoff? Dieser Beitrag trennt den abgeschlossenen Durchgang 2026 von den Schritten für eine neue Bewerbung.
Der Durchgang 2026 ist abgeschlossen
Für das Studienjahr 2026/27 lief die Registrierung vom 2. März bis 7. April 2026, der gemeinsame schriftliche Test war am 6. Juli 2026. Diese Termine sind ein Rückblick und keine Anmeldefristen für 2027. Quelle: zentrale Registrierungsseite.
Die zentrale Informationsplattform nennt folgende Verteilung der insgesamt 500 Studienplätze:
| Standort | Studienplätze 2026/27 |
|---|---|
| Graz | 140 |
| Innsbruck | 100 |
| Klagenfurt | 40 |
| Krems | 80 |
| Linz | 50 |
| Salzburg | 50 |
| Wien | 40 |
| Gesamt | 500 |
Quelle: Studienplätze auf psychotherapiestudieren.at. Für einen neuen Durchgang ist die dann veröffentlichte Verordnung maßgeblich. Die Verteilung darf nicht automatisch als unveränderliche Zusage für kommende Studienjahre gelesen werden.
Was die veröffentlichten Bewerbungszahlen aussagen
Innsbruck berichtet für 2026 von 239 ordnungsgemäß registrierten Personen und 150 Testteilnahmen. Klagenfurt nennt 68 Bewerbungen für 40 Plätze. Quellen: Universität Innsbruck, Universität Klagenfurt.
Registrierungen, tatsächliche Testteilnahmen und endgültige Zulassungen sind unterschiedliche Größen. Daraus lässt sich keine persönliche Aufnahmechance berechnen. Auch ein Verhältnis von Bewerbungen zu Plätzen sagt nichts darüber aus, wie sich die Nachfrage beim nächsten Durchgang entwickelt. Wählen Sie einen Standort deshalb auch nach Curriculum, Wohnsituation und organisatorischer Machbarkeit.
Zuerst die Zugangsvoraussetzungen klären
Ein beliebiger Bachelorabschluss genügt nicht. Das PThG 2024 unterscheidet den ersten Ausbildungsabschnitt nach § 11 und die ihm gleichgestellten Qualifikationen nach § 10 Abs. 2. Dazu gehören beispielsweise ein Bachelorstudium Psychologie oder Soziale Arbeit mit den jeweils genannten Voraussetzungen. Die Liste umfasst weitere Qualifikationen und ist im zentralen FAQ erläutert.
Für Ihre Bewerbung zählt die Prüfung durch die zuständige Universität. Legen Sie Abschlussnachweis, Leistungsübersicht und gegebenenfalls Modulbeschreibungen vor. Fragen Sie frühzeitig nach, welche Unterlagen für Ihren Abschluss nötig sind und bis wann der Abschluss beziehungsweise ein Sprachnachweis vorliegen muss. Die Teilnahme am Aufnahmeverfahren und die Erfüllung der formalen Zulassungsvoraussetzungen sind zwei verschiedene Schritte.
Wie das Verfahren 2026 aufgebaut war
| Schritt | Was zu erledigen war | Worauf Sie bei einem nächsten Durchgang achten sollten |
|---|---|---|
| Standort und Voraussetzungen wählen | zuständige Universität und passende Vorbildung klären | aktuelle Zulassungsregeln und gegebenenfalls Kontingentzuordnung prüfen |
| Online-Self-Assessment | die vorgesehene Selbsteinschätzung bearbeiten | Nachweis und Reihenfolge auf der Standortseite beachten |
| Registrierung abschließen | innerhalb der Frist registrieren und Kostenbeitrag zahlen | Zahlungseingang und Abschluss der Bewerbung kontrollieren |
| Aufnahmetest absolvieren | am gemeinsamen Termin antreten | Ausweis, Einladung, Ankunftszeit und erlaubte Hilfsmittel prüfen |
| Studienplatz annehmen und Zulassung erledigen | Ergebnis und weitere Schritte der Universität beachten | Annahme- und Nachweisfristen einhalten |
Die Universität Innsbruck nennt für 2026 einen Kostenbeitrag von 80 Euro. Die zentrale Plattform verlinkt die Registrierung an allen sieben Standorten. Kosten und Ablauf eines künftigen Durchgangs müssen neu geprüft werden.
Prüfungsstoff und Vorbereitung
Der Test 2026 dauerte drei Stunden und bestand aus vier Teilen. Die Universität Innsbruck beschreibt sie als Grundlagenwissen Psychotherapie, verbal-analytisches Verständnis, sozial-emotionale Kompetenzen und Verständnis englischsprachiger Fachtexte. Es kommen Aufgaben mit einer oder mehreren richtigen Antworten vor. Quelle: Testbeschreibung der Universität Innsbruck.
Verwenden Sie die offizielle Literaturgrundlage des betreffenden Studienjahrs. Auf der zentralen Vorbereitungsseite sind Literaturhinweise und Beispielitems verlinkt. Die Hochschulen stellen die vorgesehene Literatur kostenfrei bereit. Beispielitems zeigen die Aufgabenart. Sie sind kein vollständiger Fragenkatalog und keine Garantie, dass dieselben Fragen geprüft werden.
Für einen eigenen Lernplan können Sie drei Aufgaben trennen: Stoff bearbeiten, Inhalte ohne Unterlagen wiedergeben und das Lesen sowie Beantworten von Aufgaben unter Zeitdruck üben. Prüfen Sie nach Veröffentlichung des neuen Verfahrens zuerst, ob Literatur oder Testaufbau geändert wurden, bevor Sie mit älteren Unterlagen weiterlernen.
Testergebnis ist noch keine vollständige Zulassung
Nach dem Test erfolgt eine Reihung am jeweiligen Standort. Die Universität teilt Ergebnis und Studienplatzangebot mit. Laut zentraler Plattform gilt das Ergebnis ausschließlich für das Studienjahr, für das die Anmeldung erfolgt ist. Ein Ergebnis aus 2026 kann daher nicht einfach auf einen späteren Durchgang übertragen werden. Quelle: Testtag und Testergebnisse.
Beachten Sie nach einem Angebot die Frist zur Annahme und alle noch fehlenden Nachweise. Ein guter Rangplatz ersetzt weder einen erforderlichen Abschluss noch sonstige Zulassungsunterlagen.
Was für 2027 zu tun ist
Die hier geprüften zentralen Seiten beschreiben das Verfahren 2026/27. Sie belegen keine Anmeldefrist und keinen Testtermin für 2027/28. Eine Fortschreibung auf „wieder März und Juli“ wäre deshalb keine belastbare Terminangabe.
Speichern Sie die zentrale Plattform und die Aufnahmeverfahrensseite Ihres Wunschstandorts. Prüfen Sie dort, ob das neue Studienjahr ausdrücklich genannt ist. Klären Sie Ihre Vorbildung frühzeitig und legen Sie die Nachweise bereit. Sobald das Verfahren veröffentlicht ist, übernehmen Sie Registrierungsfrist, Zahlungsfrist und Testtermin in Ihren Kalender.
Der Master ist ein Ausbildungsabschnitt
Der Master gehört zum neuen Ausbildungsweg. Er allein verleiht noch keine volle Berufsberechtigung als Psychotherapeut:in. Der weitere Weg und die parallel laufenden Übergangsbestimmungen sind im Beitrag zur Psychotherapie-Ausbildung nach dem PThG 2024 beschrieben. Für Personen, die später Behandlungsstunden, Lehrsupervision und Selbsterfahrung dokumentieren, zeigt die Ausbildungsübersicht die organisatorische Unterstützung durch CuraDesk.
Fachlich überarbeitet am 18. Oktober 2026. Der Beitrag unterscheidet historische Angaben zu 2026/27 von noch zu veröffentlichenden Informationen für spätere Durchgänge. Verbindlich sind die aktuellen Verordnungen und Auskünfte der jeweiligen Universität.